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LENOVO ThinkSystem DE4000H | Asynchronous Mirroring Lizenz

Lenovo 4ZN7A14709 Software-Lizenz/-Upgrade

Software & Lizenzen

LENOVO ThinkSystem DE4000H | Asynchronous Mirroring Lizenz

Herstellernummer: 4ZN7A14709

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Die Lenovo Asynchronous Mirroring Lizenz für die ThinkSystem DE4000H Hybrid Storage-Serie erweitert Enterprise-Storage-Systeme um kritische Datensicherheitsfunktionen. Diese Softwarelizenz ermöglicht die asynchrone Spiegelung von Daten zwischen verschiedenen ThinkSystem DE4000 Storage-Einheiten und ist speziell für Unternehmen konzipiert, die ihre Disaster-Recovery-Strategien professionalisieren müssen. Als Ergänzung zu Lenovos ThinkSystem DE4000F und DE4000H Hybrid Controller-Gehäusen bildet diese Lizenz das Fundament für georedundante Backup-Konzepte in modernen Rechenzentren. Funktionsweise der asynchronen Datenspiegelung Die asynchrone Spiegelung unterscheidet sich fundamental von synchronen Backup-Verfahren durch ihre zeitversetzte Datenübertragung. Während synchrone Spiegelung jeden Schreibvorgang sofort auf das Zielsystem überträgt und damit die Anwendungsperformance beeinträchtigen kann, sammelt die asynchrone Variante Datenänderungen in definierten Intervallen und überträgt sie gebündelt. Dieser Ansatz reduziert die Netzwerklast erheblich und macht die Technologie besonders für Wide Area Network (WAN)-Verbindungen zwischen geografisch getrennten Standorten geeignet. Die Lenovo-Implementierung nutzt dabei fortschrittliche Delta-Synchronisation, die nur tatsächlich veränderte Datenblöcke überträgt. Für Unternehmen bedeutet dies eine drastische Reduzierung der benötigten Bandbreite bei gleichzeitig hoher Datenintegrität. Die Software erstellt automatisch Konsistenzpunkte, die sicherstellen, dass gespiegelte Daten auch bei Systemausfällen in einem nutzbaren Zustand vorliegen. Besonders wertvoll wird diese Technologie bei der Implementierung von Recovery Point Objectives (RPO) zwischen 15 Minuten und mehreren Stunden. Während tape-basierte Backup-Lösungen oft RPOs von 24 Stunden oder mehr erfordern, ermöglicht die asynchrone Spiegelung deutlich aktuellere Wiederherstellungspunkte ohne die Performance-Nachteile synchroner Verfahren. Kompatibilität mit ThinkSystem DE4000 Hardware Die Lizenz ist ausschließlich für die ThinkSystem DE4000F und DE4000H Hybrid Serie entwickelt worden. Diese Beschränkung ist technisch begründet: Die asynchrone Spiegelung erfordert spezielle Firmware-Funktionen und Hardware-Abstraktions-Layer, die in den DE4000-Controllern implementiert sind. Eine nachträgliche Lizenzierung für ältere ThinkSystem-Generationen ist daher nicht möglich. Konkret unterstützt werden das ThinkSystem DE4000F 2U24 SFF Controller-Gehäuse sowie verschiedene DE4000H Hybrid Varianten: 2U12 LFF, 2U24 SFF und 4U60 LFF Controller-Gehäuse. Diese unterschiedlichen Formfaktoren adressieren verschiedene Speicherdichten und Performance-Anforderungen, von kompakten 2U-Lösungen für kleinere Umgebungen bis hin zu hochkapazitiven 4U-Systemen für große Datenvolumen. Die Hardware-Voraussetzungen gehen über die reine Controller-Kompatibilität hinaus. Für effektive asynchrone Spiegelung benötigen Unternehmen mindestens zwei DE4000-Systeme, die über eine Netzwerkverbindung kommunizieren können. Die Controller müssen dabei mit ausreichend Cache-Speicher ausgestattet sein, um temporäre Dateninkonsistenzen während der Übertragungsintervalle abzupuffern. Implementierung in Enterprise-Umgebungen Die praktische Umsetzung der asynchronen Spiegelung erfordert eine durchdachte Netzwerk-Architektur. Laut Hersteller sollten die verbundenen DE4000-Systeme über dedizierte Netzwerkverbindungen verfügen, um Spiegelungsverkehr von der produktiven Anwendungskommunikation zu trennen. In der Praxis bewähren sich 10-Gigabit-Ethernet-Verbindungen als Mindeststandard, wobei größere Umgebungen oft auf 25-GbE oder höher setzen. Die Konfiguration erfolgt über Lenovos Storage Management Interface, das als zentraler Konfigurationspunkt für alle Spiegelungsrichtlinien dient. Administratoren können dabei granulare Einstellungen für verschiedene Datentypen vornehmen: Kritische Datenbanken lassen sich beispielsweise alle 15 Minuten spiegeln, während weniger zeitkritische Archivdaten nur täglich synchronisiert werden. Ein wichtiger Aspekt bei der Implementierung ist die Bandbreitendimensionierung. Die asynchrone Spiegelung kann zwar Datenübertragungen zeitlich versetzen, benötigt aber dennoch ausreichende Netzwerkkapazität für die Delta-Synchronisation. Bei hohen Datenänderungsraten in der Primärumgebung kann es zu Übertragungsstaus kommen, die eine Anpassung der Spiegelungsintervalle oder eine Bandwidth-Priorisierung erfordern. Integration in Disaster Recovery Konzepte Die Lenovo Asynchronous Mirroring Lizenz bildet typischerweise das Herzstück mehrstufiger Disaster Recovery Strategien. In modernen 3-2-1-Backup-Konzepten übernimmt die asynchrone Spiegelung oft die Rolle der geografisch getrennten Kopie, während lokale Snapshots und tape-basierte Langzeitarchivierung die anderen Sicherheitsstufen abdecken. Besonders in regulierten Branchen wie dem Finanzsektor oder Gesundheitswesen ermöglicht die Technologie die Erfüllung strenger Compliance-Anforderungen. Die automatisierte Dokumentation aller Spiegelungsvorgänge und die Möglichkeit, Wiederherstellungspunkte exakt zu definieren, unterstützen Audit-Prozesse und regulatorische Nachweise. Die Integration mit bestehenden Backup-Software-Lösungen erfolgt über Standard-APIs, die von führenden Anbietern wie Veeam, CommVault oder IBM Spectrum Protect unterstützt werden. Diese Integration ermöglicht es, gespiegelte Daten als sekundäre Backup-Quelle zu nutzen und damit die Belastung der Produktionssysteme durch Backup-Operationen zu reduzieren. Ein oft übersehener Vorteil der asynchronen Spiegelung liegt in der Testbarkeit von Disaster Recovery Szenarien. Da gespiegelte Systeme unabhängig vom Produktionsstandort betrieben werden können, lassen sich regelmäßige DR-Tests durchführen, ohne die Produktionsumgebung zu beeinträchtigen. Diese Tests sind entscheidend für die Validierung von Recovery Time Objectives (RTO) und die Schulung von IT-Teams. Performance-Optimierung und Monitoring Die Leistungsoptimierung der asynchronen Spiegelung erfordert kontinuierliches Monitoring verschiedener Parameter. Die Lenovo-Software stellt detaillierte Metriken zur Verfügung, die Administratoren dabei helfen, Engpässe zu identifizieren und die Systemkonfiguration entsprechend anzupassen. Kritische Überwachungsparameter umfassen die Replikations-Latenz, die angibt, wie weit die gespiegelte Kopie zeitlich hinter der Quelle liegt. In gut dimensionierten Umgebungen sollte diese Latenz konstant innerhalb der definierten RPO-Grenzen bleiben. Spitzen in der Replikations-Latenz deuten oft auf Netzwerk-Bottlenecks oder ungewöhnlich hohe Datenänderungsraten hin. Die Bandbreitennutzung ist ein weiterer wichtiger Indikator: Konstant ausgelastete Netzwerkverbindungen können darauf hindeuten, dass die Spiegelungsintervalle zu kurz gewählt sind oder dass zusätzliche Netzwerkkapazität benötigt wird. Die Lenovo-Software bietet adaptive Algorithmen, die automatisch die Übertragungsrate an verfügbare Bandbreite anpassen und dabei Produktionsverkehr priorisieren. Für Umgebungen mit variablen Arbeitslasten besonders relevant sind die Komprimierungs- und Deduplizierungs-Features der asynchronen Spiegelung. Diese Technologien können die zu übertragende Datenmenge um 60-90% reduzieren, erfordern aber zusätzliche CPU-Ressourcen auf den DE4000-Controllern. Das richtige Gleichgewicht zwischen Komprimierung und verfügbarer Rechenleistung ist entscheidend für die Gesamtperformance. Lizenzierung und Kostenfaktoren Die Lenovo Asynchronous Mirroring Lizenz folgt einem perpetual licensing model, das bedeutet, dass nach dem einmaligen Erwerb keine wiederkehrenden Lizenzgebühren anfallen. Diese Kostenstruktur macht die Technologie besonders für Unternehmen attraktiv, die langfristige TCO-Planungen erstellen müssen. Bei der Kostenkalkulation sollten Unternehmen jedoch die indirekten Kosten berücksichtigen: Die asynchrone Spiegelung erfordert mindestens zwei DE4000-Systeme, oft an geografisch getrennten Standorten. Die Netzwerkverbindungen zwischen diesen Standorten, einschließlich eventueller MPLS-Leitungen oder VPN-Tunnel, können erhebliche laufende Kosten verursachen. Die Lizenz wird pro Controller-Paar verkauft, was bedeutet, dass für eine bidirektionale Spiegelung zwischen zwei Standorten zwei Lizenzen benötigt werden. Bei komplexeren Topologien mit mehreren Spiegelungszielen multiplizieren sich entsprechend die Lizenzkosten. Unternehmen sollten daher ihre Disaster Recovery Anforderungen genau analysieren, bevor sie die Anzahl benötigter Lizenzen festlegen. Ein wichtiger Kostenvorteil gegenüber Cloud-basierten Disaster Recovery Lösungen liegt in der vollständigen Kontrolle über die Infrastruktur. Während Cloud-DR oft monatliche Gebühren pro gespeichertem Terabyte erhebt, fallen bei der Lenovo-Lösung nach der initialen Investition nur Strom- und Wartungskosten an. Ideal für diese Einsatzbereiche Unternehmens-Disaster Recovery: Für Organisationen, die georedundante Backup-Strategien implementieren müssen und dabei Recovery Point Objectives unter vier Stunden anstreben Compliance-konforme Datenhaltung: Besonders geeignet für regulierte Branchen, die automatisierte und dokumentierte Disaster Recovery Prozesse für Audit-Zwecke benötigen Hochverfügbare Anwendungen: Ideal für kritische Business-Anwendungen, die minimale Ausfallzeiten erfordern und von schnellen Failover-Mechanismen profitieren Zweigstellen-Absicherung: Für Unternehmen mit verteilter IT-Infrastruktur, die lokale Speichersysteme gegen zentrale Rechenzentren spiegeln möchten Wartungsfenster-Optimierung: Ermöglicht IT-Abteilungen, Systemupdates und Wartungsarbeiten durchzuführen, während gespiegelte Systeme die Verfügbarkeit sicherstellen Häufige Fragen zur asynchronen Spiegelung Kann die Lizenz zwischen verschiedenen DE4000-Generationen verwendet werden? Nein, die Asynchronous Mirroring Lizenz ist ausschließlich für ThinkSystem DE4000F und DE4000H Hybrid Systeme entwickelt. Eine Verwendung mit älteren oder neueren Generationen ist nicht möglich, da die Software spezifische Firmware-Features dieser Controller-Serie benötigt. Welche Netzwerkanforderungen bestehen für die asynchrone Spiegelung? Laut Hersteller werden mindestens 1-Gigabit-Ethernet-Verbindungen empfohlen, wobei 10-GbE für größere Datenvolumen bevorzugt wird. Die Verbindungen sollten eine Latenz unter 100ms aufweisen und ausreichend Bandbreite für die erwarteten Datenänderungsraten bereitstellen. Ist eine bidirektionale Spiegelung zwischen zwei Standorten möglich? Ja, bidirektionale Spiegelung wird unterstützt, erfordert jedoch separate Lizenzen für jeden Spiegelungsrichtung. Jeder DE4000-Controller, der als Quelle für Spiegelungsvorgänge fungiert, benötigt eine eigene Asynchronous Mirroring Lizenz. Können selektiv nur bestimmte Volumes gespiegelt werden? Die Software ermöglicht granulare Konfiguration auf Volume-Ebene. Administratoren können individuell festlegen, welche Datencontainer gespiegelt werden sollen und mit welchen Intervallen dies erfolgt. Eine Spiegelung des gesamten Systems ist nicht zwingend erforderlich. Wie verhält sich die Spiegelung bei Netzwerkausfällen? Bei Unterbrechungen der Netzwerkverbindung pausiert die Spiegelung automatisch und sammelt Änderungen lokal zwischen. Nach Wiederherstellung der Verbindung führt das System automatisch eine Delta-Synchronisation durch, die nur die während des Ausfalls geänderten Daten überträgt. Sind zusätzliche Wartungsverträge für die Lizenz erforderlich? Die Software-Lizenz selbst ist perpetual und erfordert keine laufenden Gebühren. Software-Updates und technischer Support sind jedoch typischerweise an die Hardware-Wartungsverträge der DE4000-Systeme gekoppelt. Hierzu liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben zu separaten Software-Wartungsoptionen vor.

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