Lenovo DCG Jumper Cord C13/C14 – das Stromverlängerungskabel für ThinkSystem-Serverumgebungen Das Lenovo DCG Jumper Cord 4L67A08366 ist ein 2,8 Meter langes Stromkabel mit IEC-60320-C13-Buchse und IEC-60320-C14-Stecker, das speziell für den Einsatz in Lenovo-Serverinfrastrukturen entwickelt wurde. Als sogenanntes „Jumper Cord" – also ein kurzes PDU-zu-Gerät-Verbindungskabel – stellt es die Stromversorgung zwischen einer Rack-Steckdosenleiste (PDU) mit C14-Eingang und einem Server oder Storage-System mit C13-Buchse her. Das Kabel unterstützt Wechselspannungen von 100 bis 250 V und ist für einen maximalen Dauerstrom von 10 A ausgelegt, womit es den typischen Anforderungen von 1HE- bis 4HE-Rack-Servern entspricht. Besonders relevant ist es für IT-Verantwortliche, die kompatibles OEM-Zubehör für ihre Lenovo-ThinkSystem- und ThinkAgile-Infrastrukturen beschaffen und dabei auf geprüfte Kabelkonfigurationen setzen möchten. Technischer Hintergrund: IEC 60320 C13/C14 in der Serverpraxis Die Steckverbinderpaarung C13/C14 nach IEC 60320 ist in Rechenzentren weltweit der etablierte Standard für die geräteferne Stromversorgung von Servern, Storage-Systemen und Netzwerk-Switches. Der C14-Stecker (Eingangsstecker, drei Pins, eckig) wird typischerweise an der PDU oder am Netzteileingang des Geräts verbaut; der C13-Stecker (drei Pins, trapezförmig) steckt in der entsprechenden Buchse am anderen Ende der Leitung. In der Praxis fungiert das Jumper Cord als Verbindungsstück zwischen einer PDU-Steckdose mit C13-Ausgang und einem Server-Netzteil mit C14-Eingang – oder umgekehrt, wenn eine Verlängerung zwischen zwei C14-Endpunkten benötigt wird. Wichtig für die Planung: Der hier genannte Steckverbinder am Kabeleintritt ist laut Produktdaten ein C13-Koppler (weiblicher Anschluss), während der andere Kabelabgang ein C14-Koppler (männlicher Anschluss) ist. Das bedeutet: Das Kabel verbindet eine C13-Buchse am Gerät (oder einer Verlängerung) mit einem C14-Steckverbinder – ein gängiges Anwendungsmuster beim Einsatz von Rack-PDUs, die C14-Buchsen bereitstellen, und Servern mit C13-kompatiblen Netzteileingängen. Die 2,8 Meter Kabellänge sind ein praxistauglicher Kompromiss für den Rack-Einsatz: Kurze Kabel unter einem Meter reichen oft nicht, wenn PDU und Server-Einschub mehr als eine Höheneinheit voneinander entfernt montiert sind oder das Kabel ein Kabelmanagement-Panel passieren muss. Gleichzeitig ist das Kabel kurz genug, um im geschlossenen Rack ohne störende Schlaufen verlegt zu werden. Für Standardgehäuse mit 42 HE und seitlich montierten PDUs bietet diese Länge ausreichend Spielraum für eine ordentliche Kabelführung. Elektrische Spezifikationen und Sicherheitsklassifikation Mit einer Nennspannung von 100–250 V AC ist das Kabel universell für alle gängigen Wechselstromnetze weltweit geeignet – von nordamerikanischen 120-V-Netzen bis zu europäischen 230-V-Installationen. Das ist für international operierende Unternehmen mit verteilten Rechenzentren oder für den Export von Server-Hardware ein praktischer Vorteil: dasselbe Kabel funktioniert ohne Adaption in nahezu jedem nationalen Stromnetz. Die Nennstromstärke von 10 A definiert die maximale Dauerbelastbarkeit des Kabels. In 230-V-Netzen entspricht das einer Übertragungsleistung von bis zu 2.300 W, in 120-V-Netzen bis zu 1.200 W. Typische 1-Sockel-Server wie der ThinkSystem SR250 V2 oder der ST50 V2 arbeiten mit Netzteilen zwischen 300 W und 550 W und liegen damit komfortabel im erlaubten Bereich. Für Hochlastsysteme wie den SR950 oder mehrsockelige Systeme mit 1.600-W-Netzteilen sind in der Regel 16-A-C19/C20-Verbindungen vorgesehen – das vorliegende 10-A-Kabel ist für solche Konfigurationen nicht geeignet und sollte dort nicht eingesetzt werden. IT-Verantwortliche sollten bei der Planung beachten, dass Leitungsschutzschalter und PDU-Ausgänge typischerweise bei 80 % ihrer Nennlast abgesichert werden – bei einem 10-A-Kabel also effektiv 8 A Dauerbelastung. Auch dies liegt bei den meisten adressierten Systemen im unkritischen Bereich. Kompatibilitätsliste: Für welche Lenovo-Systeme ist das Kabel entwickelt? Laut Hersteller ist das Jumper Cord 4L67A08366 für eine umfangreiche Palette an Lenovo-ThinkSystem- und ThinkAgile-Systemen freigegeben und zertifiziert. Wer exakt kompatibles OEM-Zubehör einsetzen möchte, findet in der folgenden Übersicht die offiziell unterstützten Systeme: ThinkSystem Rack-Server 1-Sockel-Einstieg: ThinkSystem SR250, SR250 V2 (7D7Q), SR530, SR550, SR590 1-Sockel-Midrange: ThinkSystem SR630, SR630 V2 (7Z71), SR630 V3, SR645 (7D2X) 2-Sockel-Midrange: ThinkSystem SR650, SR650 V2 (7Z73), SR650 V3, SR665 (7D2V, 7D2W), SR670 (7Y37) High-End / 4-Sockel: ThinkSystem SR850, SR850 V2 (7D32), SR860 V2 (7Z60), SR950 ThinkSystem Tower-Server ThinkSystem ST50 (7Y48), ST50 V2 (7D8J) ThinkSystem ST250 (7Y45), ST250 V2 (7D8F) ThinkSystem ST550, ST650 V2 (7Z74, 7Z75) ThinkSystem Dense-/Blade-Systeme ThinkSystem SD530, SD630 V2 (7D1K) ThinkSystem Storage und Netzwerk ThinkSystem DE4000H Hybrid (2U12 Chassis, 2U12 LFF Controller Enclosure, 2U24 Chassis, 2U24 SFF, 2U24 SFF Controller Enclosure) ThinkSystem DM5000H Controller Enclosure ThinkSystem DB610S, DB620S, DB630S (FC-Switches) ThinkSystem NE2580O RackSwitch ThinkAgile Hyperkonvergente Systeme ThinkAgile HX2320 Appliance (7X83), HX3375 Appliance (7D5U), HX3376 Certified Node (7D5U), HX3721 Certified Node (7Y88) ThinkAgile VX 1SE Certified Node (7Z58), VX3520-G Appliance (7Y94) Diese Breite der Kompatibilitätsliste macht das Kabel zu einem sinnvollen Lagerkabel für Rechenzentren mit gemischten ThinkSystem-Generationen. Statt für jedes System ein individuelles Kabel zu beschaffen, deckt ein einziges Modell die gängigsten Rack- und Tower-Server ab. Für Systeme, die nicht auf dieser Liste erscheinen, empfehlen wir die Überprüfung anhand der Lenovo-Kompatibilitätsdatenbank oder Rückfrage beim Hersteller. Einsatzbereiche: Wann und warum dieses Kabel sinnvoll ist Erstinbetriebnahme neuer ThinkSystem-Systeme: Viele Rack-Server werden ohne Netzkabel geliefert, da der Hersteller nicht wissen kann, welche Steckertypen die Ziel-PDU bereitstellt. Das Jumper Cord C13/C14 ist die häufigste Konfiguration in europäischen Rechenzentren mit entsprechend ausgerüsteten PDUs. Ersatz defekter oder beschädigter Kabel: Netzkabel in aktiven Rechenzentren sind mechanischer Belastung durch Zugkräfte, Umklemmungen und Hitzeentwicklung ausgesetzt. Ein OEM-Ersatzkabel mit verifizierter Kompatibilität bietet gegenüber generischen Alternativen Planungssicherheit. Rack-Erweiterungen und Umzüge: Wenn Server in neue Racks oder Slots umziehen, verändern sich Kabellängenanforderungen. Die 2,8-m-Länge deckt dabei auch größere Abstände zur PDU ab. Redundante Stromversorgung: Viele der genannten ThinkSystem-Server unterstützen redundante Netzteile (Hot-Swap). Für den zweiten Netzteilpfad wird ein zusätzliches Kabel benötigt – typischerweise an einer anderen PDU-Phase, was die 2,8-m-Reichweite rechtfertigt. Labors und Testumgebungen: In IT-Labors wechseln Systemkonfigurationen häufig. Ein universell kompatibles Kabel für die gesamte ThinkSystem-Produktpalette vereinfacht die Bestandshaltung erheblich. Warum OEM-Kabel statt Handelsware? Die Frage, ob ein generisches C13/C14-Kabel aus dem Elektronikhandel nicht denselben Zweck erfüllt, ist berechtigt. In der Praxis gibt es jedoch gute Gründe, für produktionskritische Infrastruktur auf OEM-Zubehör zurückzugreifen: Erstens stellen Hersteller wie Lenovo sicher, dass ihre Kabel hinsichtlich Querschnitt, Steckverbinderqualität und Schirmung auf die tatsächliche Leistungsaufnahme der zertifizierten Systeme abgestimmt sind. Zweitens bleibt die Gewährleistung auf die Gesamtanlage einfacher durchzusetzen, wenn nur freigegebenes Zubehör eingesetzt wird – eine Rolle, die bei Serviceentscheidungen durch Lenovo-Techniker durchaus relevant sein kann. Drittens prüfen viele Compliance-Anforderungen in regulierten Branchen (Finanz, Gesundheit, öffentliche Verwaltung) die Verwendung von zertifiziertem Zubehör. Das schließt nicht aus, dass hochwertige Handelsware aus demselben Kabeltyp im unkritischen Einsatz funktioniert. Wer jedoch für eine dokumentierte, auditierbare Infrastruktur einkauft, ist mit dem Lenovo OEM-Kabel auf der sicheren Seite. Häufige Fragen zum Lenovo DCG Jumper Cord C13/C14 (4L67A08366) Was ist der Unterschied zwischen einem C13/C14-Kabel und einem C13/Schuko-Kabel? Ein C13/Schuko-Kabel verbindet ein Gerät mit einer normalen Haushaltssteckdose und ist typisch für den Einsatz in Büros oder kleinen Serverräumen ohne spezielle PDU. Ein C13/C14-Jumper Cord wie das Lenovo 4L67A08366 verbindet hingegen Gerät und PDU-Ausgang innerhalb eines Racks – beide Enden sind Kaltgeräte-Norm-Steckverbinder nach IEC 60320. Der C14-Stecker passt in die C13-Buchse einer PDU oder einer Verlängerung; die C13-Buchse des Kabels nimmt den C14-Stecker des Server-Netzteils auf. Dieses Format ist in professionellen Rechenzentrum-Racks der Standard. Für welche Lenovo-Server ist das Kabel nicht geeignet? Das Kabel ist mit einem Nennstrom von 10 A ausgelegt. Lenovo-Server mit Hochlast-Netzteilen über 2.000 W (in 230-V-Netzen) oder Systeme, die C19/C20-Steckverbinder für 16-A-Kreise erfordern, werden durch dieses Kabel nicht abgedeckt. Konkrete Modelle, die typischerweise C19/C20-Verbindungen verwenden, wie bestimmte Konfigurationen des SR950 mit vier Netzteilen, sollten mit den entsprechenden 16-A-Kabeln betrieben werden. Prüfen Sie im Zweifelsfall die technischen Daten des jeweiligen Server-Netzteils. Kann das Kabel auch außerhalb von Lenovo-Systemen verwendet werden? Die IEC-60320-Norm ist ein internationaler Standard; C13- und C14-Steckverbinder sind nicht herstellergebunden. Das Kabel passt mechanisch und elektrisch an jedes Gerät mit entsprechenden IEC-60320-C13/C14-Anschlüssen, solange die elektrischen Parameter (max. 250 V, max. 10 A) nicht überschritten werden. Die offizielle Kompatibilitätsliste von Lenovo umfasst ausschließlich ThinkSystem- und ThinkAgile-Systeme; für andere Geräte gibt es keine Herstellerfreigabe durch Lenovo. Wie ist das Kabel für den Rack-Einbau zu verlegen? Die Kabellänge von 2,8 m ist für den Einsatz in Standard-Serverschränken (42 HE) ausreichend, um auch bei seitlich montierter PDU und verteilten Server-Einschüben eine ordentliche Kabelführung zu ermöglichen. Für eine professionelle Rack-Verkabelung empfiehlt sich die Nutzung von Kabelkanälen oder Klettverschluss-Kabelbindern, um Zugentlastung am Netzteileingang zu gewährleisten und die Luftzirkulation nicht zu beeinträchtigen. Bei redundanten Netzteilen sollten die beiden Kabel nach Möglichkeit auf verschiedene PDU-Phasen und -Stromkreise verteilt werden. Welche Zertifizierungen oder Normen erfüllt das Kabel? Die Steckverbinder entsprechen der internationalen Norm IEC 60320, die Anforderungen an Kaltgerätestecker und -kupplungen für den Haushalts- und ähnlichen Gebrauch sowie für den professionellen Einsatz definiert. Herstellerseitige Zusatzzertifizierungen (z. B. UL, CE) sind aus den uns vorliegenden Produktdaten nicht explizit ausgewiesen. Hierzu liegen uns keine weitergehenden Herstellerangaben vor; im Zweifelsfall empfehlen wir eine direkte Anfrage bei Lenovo. Ist das Kabel als Ersatzteil oder Zusatzzubehör erhältlich? Das Lenovo DCG Jumper Cord 4L67A08366 ist als eigenständiges Zubehörteil erhältlich und wird typischerweise nicht im Lieferumfang der oben genannten Server enthalten sein, da Lenovo ThinkSystem-Server häufig ohne Netzkabel ausgeliefert werden. Es kann sowohl als Erstausstattung bei der Inbetriebnahme als auch als Ersatz für verschlissene oder verlorene Kabel beschafft werden. { "@context": "https://schema.org", "@type": "FAQPage", "mainEntity": [ { "@type": "Question", "name": "Was ist der Unterschied zwischen einem C13/C14-Kabel und einem C13/Schuko-Kabel?", "acceptedAnswer": { "@type": "Answer", "text": "Ein C13/Schuko-Kabel verbindet ein Gerät mit einer normalen Haushaltssteckdose und ist typisch für den Einsatz in Büros oder kleinen Serverräumen ohne spezielle PDU. 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