Lenovo ThinkSystem QLogic QLE2742 – PCIe-Fibre-Channel-Adapter mit 32 Gb/s für Enterprise-Storage-Umgebungen Der Lenovo ThinkSystem QLogic QLE2742 (Herstellernummer 7ZT7A00518) ist ein Dual-Port-Fibre-Channel-Host-Bus-Adapter (HBA) der sechsten Generation für PCIe-3.0-x8-Slots, der speziell für den Einsatz in Lenovo-ThinkSystem-Servern entwickelt wurde. Als Low-Profile-Steckkarte verbindet er Server direkt mit FC-SANs (Storage Area Networks) und liefert pro Port bis zu 32 Gb/s Fibre-Channel-Bandbreite – das entspricht der aktuellen Gen-6-Spezifikation. Mit zwei SFP+-Ports, voller Abwärtskompatibilität zu 16 Gb/s und 8 Gb/s sowie einem breiten Protokollumfang (SCSI-FCP, FCP-2, FC-Tape) ist der QLE2742 die richtige Wahl für Storage-Administratoren, die ihre ThinkSystem-Infrastruktur mit hochperformanter, latenzarmer Block-Storage-Anbindung ausstatten oder erweitern möchten. Im Lieferumfang sind beide SFP+-Transceiver sowie Full-Height- und Low-Profile-Slotbleche enthalten, sodass der Adapter ohne Zusatzkauf sofort einsatzbereit ist. Technologie & Übertragungsleistung des QLE2742 Fibre-Channel-Adapters Der QLE2742 basiert auf dem QLogic-Controller der sechsten Fibre-Channel-Generation und unterstützt laut Hersteller eine effektive Datenübertragungsrate von 28,05 Gbps pro Port – der leicht unter 32 Gbps liegende Wert ist auf FC-typischen Protokoll-Overhead zurückzuführen und entspricht dem Industriestandard für 32GFC-Links. Praktisch bedeutet das: Ein einzelner Port kann bei bidirektionaler Nutzung einen Datenstrom liefern, der selbst NVMe-over-Fabric-Workloads oder große, sequenzielle Datenmengen aus Enterprise-All-Flash-Arrays ohne Flaschenhals weiterleitet. Die physikalische Host-Schnittstelle ist PCIe 3.0 x8 , was eine theoretische Rohbandbreite von rund 63 Gbps in beiden Richtungen bereitstellt – ausreichend, um beide FC-Ports gleichzeitig unter Volllast zu betreiben, ohne dass der PCIe-Bus zum Engpass wird. Das ist besonders relevant in Szenarien mit Multi-Path I/O (MPIO), bei denen beide Ports aktiv Daten zwischen Server und SAN transportieren. Die Abwärtskompatibilität zu 16 Gb/s (Gen 5) und 8 Gb/s (Gen 4) Fibre Channel ist ein wichtiges Argument für gemischte SAN-Umgebungen: Wer noch ältere Switches oder Storage-Arrays betreibt, kann den QLE2742 einbauen, ohne sofort die gesamte SAN-Infrastruktur modernisieren zu müssen. Die Verbindung handelt per Auto-Negotiation automatisch die höchste gemeinsam unterstützte Geschwindigkeit aus. Protokollunterstützung und SAN-Funktionen Für Storage-Architekten ist der Protokollumfang des QLE2742 entscheidend. Laut Hersteller unterstützt der Adapter folgende Standards: FC-PI-6 und FC-PI-5 – die aktuellen physikalischen Schnittstellen-Standards für 32GFC und 16GFC, Grundlage für die Interoperabilität mit modernen Switches und Arrays FC-GS-2 und FC-GS-3 – Generic Services, notwendig für die Kommunikation mit FC-Nameservern und Directory-Diensten im Fabric SCSI-FCP und FCP-2 – das Fibre Channel Protocol für SCSI-Befehle, Basis für die Anbindung aller gängigen Block-Storage-Systeme FC-Tape – Unterstützung für Bandbibliotheken über FC, relevant für Backup-Infrastrukturen mit Tape-Tier Über die reinen Protokoll-Standards hinaus bietet der Adapter eine Reihe leistungsrelevanter Features, die in größeren SAN-Umgebungen eine Rolle spielen: NPIV (N_Port ID Virtualization) in transparentem Modus – ermöglicht es, mehrere virtuelle FC-Initiator-Ports über einen physischen Port zu betreiben. Für VMware- oder Hyper-V-Umgebungen ist NPIV die Voraussetzung dafür, einzelnen VMs dedizierte, zonebare FC-Identitäten zuzuweisen, was die SAN-Zonierung erheblich vereinfacht. MSI-X (Message Signaled Interrupts Extended) – sorgt für eine effizientere Interrupt-Verarbeitung auf Mehrkern-Prozessoren und reduziert CPU-Overhead unter hoher I/O-Last. FEC (Forward Error Correction) – korrigiert Übertragungsfehler auf der physikalischen Ebene, ohne eine Neuübertragung anzufordern. Das stabilisiert die Verbindung insbesondere bei langen Glasfaserstrecken oder alternden Kabeln. FA-WWN (Fabric-Assigned World Wide Name) – ermöglicht es, dass das FC-Fabric dem Adapter dynamisch WWNs zuweist. Das vereinfacht den Austausch von Adaptern (z. B. nach einem Defekt) erheblich, da die SAN-Zonierung nicht manuell angepasst werden muss. F-BLD (Fabric Login Bypass with Link Discovery) – beschleunigt den Fabric-Login-Prozess nach einem Neustart oder Link-Reset. RDP (Read Diagnostic Parameters) und LCB (Link Cable Beacon) – Diagnose-Features, mit denen SAN-Administratoren per SNMP oder FC-Management-Tools den Zustand der optischen Verbindung (Signalstärke, Fehlerraten) überwachen und Kabel physisch lokalisieren können, ohne den Server öffnen zu müssen. CS_CTL (Class of Service Control) – ermöglicht Quality-of-Service-Mechanismen auf Fibre-Channel-Ebene, sodass kritische Workloads priorisiert werden können. Formfaktor & Lieferumfang – Alles für den Soforteinsatz Der QLE2742 ist als Low-Profile-Steckkarte konzipiert, misst 16,8 cm in der Tiefe und 6,9 cm in der Höhe und passt damit in die typischen PCIe-Slots moderner Rack-Server. Lenovo legt dem Adapter sowohl ein Full-Height-Slotblech als auch ein Low-Profile-Slotblech bei – je nach Serverchassis kann der passende Halter montiert werden, ohne Zusatzteile bestellen zu müssen. Besonders praktisch für den IT-Einkauf: Der Lieferumfang enthält bereits zwei 32-Gb-Kurzwellen-SFP+-LC-Transceiver . In vielen vergleichbaren Angeboten am Markt werden die Transceiver separat berechnet; hier sind sie ab Werk dabei, was den tatsächlichen Einstiegspreis direkt vergleichbar macht. Die Transceiver sind als Kurzwellen-SFP+ (SW) ausgeführt und für Multimode-Glasfaserkabel (OM3/OM4) mit LC-Stecker ausgelegt – die in Rechenzentren bei Strecken bis zu 100 Metern dominierende Variante. Kompatibilität: Validiert für diese ThinkSystem-Server Lenovo gibt explizit an, für welche ThinkSystem-Plattformen der QLE2742 qualifiziert und validiert ist. Diese Serverkompatibilität ist im Enterprise-Umfeld kein Marketing-Argument, sondern ein konkretes Versprechen: Lenovo hat den Adapter in diesen Systemen getestet und übernimmt die Verantwortung für Treiber-Updates, Firmware-Kompatibilität und XClarity-Integration. Lenovo ThinkSystem SD530 – 2-Socket-Blade-Server für den SD530-Chassis, hohe Dichte im Rack Lenovo ThinkSystem SR630 – 1U-Rack-Server, 2-Socket, weit verbreitet als Datenbank- und Virtualisierungsknoten Lenovo ThinkSystem SR650 – 2U-Rack-Server, 2-Socket, flexibel als Workload-konsolidierter Server Lenovo ThinkSystem SR850 – 2U-Rack-Server, 4-Socket, für scale-up-Datenbank-Workloads Lenovo ThinkSystem SR860 – 2U-Rack-Server, 4-Socket, für In-Memory-Datenbanken und ERP-Plattformen Lenovo ThinkSystem SR950 – 4U-Rack-Server, 8-Socket, Lenovos Top-Plattform für missiosnkritische Enterprise-Workloads Wichtiger Hinweis für den Einsatz in anderen Systemen: Außerhalb der genannten ThinkSystem-Plattformen ist der Adapter möglicherweise technisch funktionsfähig (der QLogic-Chipsatz ist generisch), jedoch ohne offizielle Lenovo-Qualifizierung. Für den Produktiveinsatz in anderen Server-Fabrikaten empfehlen wir, die Kompatibilität beim Hersteller zu verifizieren oder auf den generischen QLogic QLE2742 ohne Lenovo-Branding zurückzugreifen. Betriebsumgebung & Garantie Der Adapter ist für den dauerhaften Betrieb in Rechenzentren ausgelegt. Die zulässige Betriebstemperatur reicht laut Hersteller von 0 °C bis 55 °C , was den typischen Anforderungen eines gut klimatisierten Serverraums oder RZ-Kaltgangs entspricht. Die zulässige Luftfeuchtigkeit liegt bei 10–90 % (nicht-kondensierend) , was den üblichen RZ-Normen entspricht. Lenovo gewährt eine begrenzte Herstellergarantie von 1 Jahr . Für Unternehmensumgebungen mit höheren Verfügbarkeitsanforderungen empfiehlt sich die Prüfung eines Lenovo-Foundation-Service- oder Premier-Support-Vertrags, der eine Erweiterung auf 3 oder 5 Jahre mit definierten Reaktionszeiten ermöglicht. Entsprechende Garantieverlängerungen sind bei Baltaris GmbH als separate SKUs erhältlich. Ideal für diese Einsatzbereiche Hochperformante SAN-Anbindung für Virtualisierungscluster (VMware vSphere, Microsoft Hyper-V): Die NPIV-Unterstützung des QLE2742 ist eine Voraussetzung, um VMs direkt über dedizierte virtuelle FC-Ports an FC-Storage anzubinden. Die 32-Gbps-Bandbreite stellt sicher, dass auch dicht belegte Hosts mit vielen VMs keine I/O-Engpässe erfahren. Datenbank-Storage für Oracle, SAP oder SQL Server auf ThinkSystem SR850/SR860/SR950: Die großen 4- und 8-Socket-ThinkSystem-Plattformen werden typischerweise für skalierte Datenbankinstanzen eingesetzt. Latenzarme, dedizierte FC-Anbindung an All-Flash-Arrays ist hier der Standard – der QLE2742 liefert die nötige Bandbreite, um den Speicher-Durchsatz dieser CPU-starken Server nicht zu bremsen. Backup und Archivierung mit FC-verbundenen Bandbibliotheken: Die FC-Tape-Protokollunterstützung macht den QLE2742 zur validen Option für Umgebungen, die Backup-Daten über FC direkt auf Tape-Libraries schreiben (z. B. IBM TS3500, Oracle StorageTek). Das entlastet das LAN/Ethernet-Netz von Backup-Traffic. Erweiterung bestehender SAN-Infrastruktur mit gemischten FC-Generationen: Wer noch 8- oder 16-Gbps-Switches im Fabric betreibt, kann den QLE2742 einsetzen und profitiert sofort von der automatischen Geschwindigkeitsanpassung. Die RDP- und LCB-Diagnose-Features erleichtern die Fehlersuche in gewachsenen, heterogenen FC-Umgebungen. Erneuerung oder Ersatz von älteren QLogic-HBAs in ThinkSystem-Servern: Die FA-WWN-Funktion vereinfacht den Austausch defekter Adapter erheblich: Das Fabric weist dem neuen Adapter die bekannten WWNs zu, sodass bestehende Zoning-Konfigurationen unverändert übernommen werden können – ein signifikanter Vorteil gegenüber Adaptern ohne FA-WWN-Support. Häufige Fragen zum Lenovo ThinkSystem QLogic QLE2742 Sind die SFP+-Transceiver im Lieferumfang enthalten? Ja. Laut Hersteller enthält der Lieferumfang des 7ZT7A00518 zwei 32-Gb-Kurzwellen-Fibre-Channel-SFP+-LC-Transceiver. Zusätzlich liegen ein Full-Height-Slotblech und ein Low-Profile-Slotblech bei. Der Adapter ist damit direkt einsatzbereit, sofern geeignete Multimode-Glasfaserkabel (OM3 oder OM4, LC-Stecker) vorhanden sind. Welche Glasfaserkabel sind erforderlich? Der QLE2742 setzt Kurzwellen-SFP+-Transceiver (SW) ein, die für Multimode-Glasfaserkabel (MMF) mit LC-Stecker ausgelegt sind. Empfohlen werden OM3- oder OM4-Kabel. Die typische maximale Reichweite für 32GFC auf OM4 beträgt nach FC-Standard rund 100 Meter. Für Singlemode-Glasfaser oder größere Distanzen sind die mitgelieferten Transceiver nicht geeignet – hier wären dedizierte LW-SFP+-Module erforderlich, die separat zu beschaffen wären. Ist der QLE2742 mit älteren 16-Gb/s- oder 8-Gb/s-FC-Switches kompatibel? Ja. Der Adapter unterstützt laut Hersteller die Protokoll-Standards FC-PI-6 (32GFC), FC-PI-5 (16GFC) sowie 8GFC und verfügt über Auto-Negotiation. Er verbindet sich automatisch mit der höchsten von beiden Seiten unterstützten Geschwindigkeit. In einem 16-Gb/s-Fabric kommuniziert er mit 16 Gb/s, in einem 8-Gb/s-Fabric entsprechend mit 8 Gb/s. Die volle 32-Gb/s-Leistung steht erst zur Verfügung, wenn Switch und Storage-Array ebenfalls Gen 6 (32GFC) unterstützen. Funktioniert der Adapter auch in Servern anderer Hersteller (z. B. HPE, Dell)? Lenovo qualifiziert und validiert den 7ZT7A00518 ausschließlich für die genannten ThinkSystem-Plattformen (SD530, SR630, SR650, SR850, SR860, SR950). Technisch basiert der Adapter auf dem QLogic-QLE2742-Chipsatz, der grundsätzlich auch in anderen PCIe-3.0-x8-Systemen funktionieren kann. Jedoch übernimmt Lenovo für nicht qualifizierte Plattformen keine Garantie für Treiber-Kompatibilität, Firmware-Updates oder reibungslosen Betrieb. Für den Einsatz in HPE- oder Dell-Servern empfehlen wir, die jeweilige server-spezifische HBA-SKU des Herstellers zu prüfen. Was bedeutet FA-WWN und warum ist es für den Adapterwechsel relevant? FA-WWN steht für „Fabric-Assigned World Wide Name". Normalerweise wird einem Fibre-Channel-Adapter eine feste WWN-Adresse ab Werk eingebrannt, die zur SAN-Zonierung verwendet wird. Wenn ein Adapter defekt ist und ausgetauscht wird, muss die gesamte SAN-Zonierungskonfiguration auf die neue WWN des Ersatzadapters umgeschrieben werden – ein fehleranfälliger und zeitaufwändiger Prozess. Mit FA-WWN weist das FC-Switch-Fabric dem neuen Adapter die zuvor verwendeten WWNs dynamisch zu. Bestehende Zonenregeln bleiben unverändert gültig, was den Austausch erheblich vereinfacht und das Risiko von Konfigurationsfehlern reduziert. Wie lässt sich der Adapterstatus und die Linkqualität überwachen? Der QLE2742 unterstützt laut Hersteller RDP (Read Diagnostic Parameters) und LCB (Link Cable Beacon). RDP ermöglicht es, über das FC-Management-Interface optische Parameter wie Signalstärke und Bitfehlerraten auszulesen – ohne dass eine separate Diagnosesoftware auf dem Host läuft. LCB erlaubt es, den Adapter-Port im SAN-Switch-Management zu „blinken", um das entsprechende Kabel im Serverschrank physisch zu identifizieren. In Verbindung mit Lenovo XClarity Administrator können Administratoren diese Diagnosedaten zentral auswerten. { "@context": "https://schema.org", "@type": "FAQPage", "mainEntity": [ { "@type": "Question", "name": "Sind die SFP+-Transceiver im Lieferumfang enthalten?", "acceptedAnswer": { "@type": "Answer", "text": "Ja. Laut Hersteller enthält der Lieferumfang des 7ZT7A00518 zwei 32-Gb-Kurzwellen-Fibre-Channel-SFP+-LC-Transceiver. Zusätzlich liegen ein Full-Height-Slotblech und ein Low-Profile-Slotblech bei. 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