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Lenovo ThinkSystem DE4000 HIC | 16Gb Fibre Channel Adapter | 4-Port

Lenovo 4C57A14366 Schnittstellenkarte/Adapter Eingebaut SFP+

NAS & Storage

Lenovo ThinkSystem DE4000 HIC | 16Gb Fibre Channel Adapter | 4-Port

Herstellernummer: 4C57A14366

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Lenovo ThinkSystem DE4000 HIC: Enterprise-Hostbus-Adapter für professionelle Storage-Infrastrukturen Der Lenovo ThinkSystem DE4000 HIC (4C57A14366) ist ein spezialisierter Hostbus-Adapter für die ThinkSystem DE4000H Hybrid Storage-Systeme von Lenovo. Als 16Gb Fibre Channel und 10Gb Ethernet Kombi-Controller mit vier SFP+-Ports ermöglicht er hochperformante Verbindungen zwischen Servern und Storage-Arrays in professionellen Rechenzentrumsumgebungen. Die Besonderheit liegt in der dualen Protokollunterstützung, die sowohl traditionelle Fibre Channel-SANs als auch moderne Ethernet-basierte Storage-Netzwerke über eine einzige Karte abwickeln kann. Technische Architektur und Performance-Charakteristika Der DE4000 HIC basiert auf einer modernen Hostbus-Adapter-Architektur, die als Plug-in-Modul in die Controller-Gehäuse der ThinkSystem DE4000H Serie integriert wird. Mit einer maximalen Datenübertragungsrate von 16 Gbit/s pro Port für Fibre Channel und 10 Gbit/s für Ethernet stellt der Adapter die Verbindung zwischen den Storage-Controllern und der übergeordneten Server-Infrastruktur her. Die vier SFP+-Ports ermöglichen flexible Konfigurationen je nach Infrastrukturanforderungen. Administratoren können alle vier Ports für Fibre Channel nutzen, um maximale SAN-Konnektivität zu erreichen, oder eine gemischte Konfiguration mit sowohl FC- als auch Ethernet-Verbindungen implementieren. Diese Flexibilität ist besonders wertvoll in hybriden Umgebungen, wo sowohl traditionelle SAN-Strukturen als auch moderne IP-basierte Storage-Lösungen parallel betrieben werden. Die passive Kühlung des Adapters reduziert mechanische Ausfallpunkte und Geräuschentwicklung. In Hochverfügbarkeits-Umgebungen ist dies ein wichtiger Faktor, da jede zusätzliche Wärme- oder Geräuschquelle die Gesamtsystemstabilität beeinflussen kann. Die passive Auslegung bedeutet, dass der Adapter seine Wärmeableitung über das Gehäuse und die Umgebungsluftströmung der Storage-Controller realisiert. Fibre Channel und Ethernet Dual-Protocol Support Die Unterstützung sowohl von 16Gb Fibre Channel als auch 10Gb Ethernet macht den DE4000 HIC zu einer zukunftssicheren Investition. Fibre Channel bietet weiterhin die niedrigsten Latenzen für kritische Datenbankanwendungen und virtuelle Umgebungen, wo jede Millisekunde bei Storage-I/O-Operationen zählt. Die 16Gb-Generation stellt dabei einen deutlichen Performance-Sprung gegenüber älteren 8Gb-Implementierungen dar und ermöglicht es, auch anspruchsvolle Workloads wie In-Memory-Datenbanken oder hochfrequentierte Transaktionssysteme effizient zu unterstützen. Parallel dazu öffnet die 10Gb Ethernet-Funktionalität den Zugang zu modernen Storage-Protokollen wie iSCSI, FCoE (Fibre Channel over Ethernet) oder NVMe-oF (NVMe over Fabrics). Diese Protokolle gewinnen in Cloud-nativen Umgebungen und bei containerisierten Anwendungen zunehmend an Bedeutung, da sie die Komplexität separater Storage-Netzwerke reduzieren und eine einheitliche Netzwerkinfrastruktur ermöglichen. Für Organisationen, die ihre Storage-Architektur modernisieren möchten, bietet der Dual-Protocol-Ansatz einen sanften Migrationspfad. Bestehende FC-SANs können weiter genutzt werden, während schrittweise neue Ethernet-basierte Storage-Services eingeführt werden. Dies reduziert das Risiko großer Infrastruktur-Umstellungen und ermöglicht eine evolutionäre statt revolutionäre Transformation der Storage-Landschaft. SFP+-Konnektivität und Flexibilität Die vier SFP+-Ports des DE4000 HIC bieten maximale Flexibilität bei der Wahl der optischen Transceiver. Je nach Distanzen und Anforderungen können Shortwave (SW), Longwave (LW) oder Extended Wavelength (EW) SFP+-Module eingesetzt werden. Für Campus-weite Verbindungen bis 300 Meter eignen sich Multimode-Transceiver, während für größere Distanzen oder Verbindungen zwischen Rechenzentren Singlemode-Transceiver erforderlich sind. Die Hot-Plug-Fähigkeit der SFP+-Module ermöglicht Wartungsarbeiten und Upgrades ohne Systemunterbrechung. In 24/7-Umgebungen ist diese Eigenschaft kritisch, da Storage-Systeme typischerweise nicht für Wartungsfenster heruntergefahren werden können. Administratoren können defekte Transceiver austauschen oder Protokoll-Änderungen durchführen, ohne die Verfügbarkeit der Storage-Services zu beeinträchtigen. Die Unterstützung für beide Protokolle auf derselben Hardware reduziert auch die Komplexität des Spare-Parts-Managements. Anstatt separate Adapter für FC und Ethernet vorhalten zu müssen, kann eine einzige HIC-Variante für verschiedene Einsatzszenarien genutzt werden. Dies vereinfacht die Logistik und reduziert die Kapitalbindung in Ersatzteilen. Integration in ThinkSystem DE4000H Umgebungen Der DE4000 HIC ist spezifisch für die Lenovo ThinkSystem DE4000H Hybrid Storage-Controller entwickelt worden. Diese Kompatibilität erstreckt sich auf die 2U12 LFF (Large Form Factor), 2U24 SFF (Small Form Factor) und 4U60 LFF Controller-Gehäuse. Jede dieser Konfigurationen adressiert unterschiedliche Kapazitäts- und Performance-Anforderungen in Unternehmensumgebungen. Das 2U12 LFF System eignet sich für Umgebungen mit hohen Kapitätsanforderungen und moderaten I/O-Anforderungen, typischerweise für Backup, Archivierung oder Content-Distribution. Die größeren 3,5-Zoll-Laufwerke bieten das beste Preis-pro-TB-Verhältnis, wenn rohe Speicherkapazität der primäre Faktor ist. Die 2U24 SFF Konfiguration zielt auf balanced Workloads ab, wo sowohl Performance als auch Kapazität wichtig sind. Mit 2,5-Zoll-Laufwerken kann eine höhere Spindeldichte erreicht werden, was bei Random-I/O-intensiven Anwendungen wie Datenbanken oder Virtualisierungsplattformen Vorteile bietet. Das 4U60 LFF System ist für maximale Kapazität in single-Systemen optimiert und findet sich typischerweise in Tiered-Storage-Architekturen als Capacity-Tier oder in spezialisierten Anwendungen wie Mediendaten-Archives oder wissenschaftlichen Datensammlungen. Deployment-Szenarien und Anwendungsfälle Hochverfügbare Datenbank-Umgebungen: In kritischen Datenbank-Clustern ermöglicht der DE4000 HIC redundante Pfade zu Shared Storage mit minimalen Latenzen. Beide FC-Protokolle als auch Ethernet-basierte Ansätze können je nach Datenbanktyp und Replikationsanforderungen genutzt werden. Oracle RAC, SQL Server AlwaysOn oder PostgreSQL Cluster profitieren von den niedrigen Latenzen und der hohen Bandbreite. Virtualisierungs-Infrastrukturen: VMware vSphere, Microsoft Hyper-V oder Red Hat Enterprise Virtualization Umgebungen können sowohl traditionelle FC-SANs als auch moderne vVols (Virtual Volumes) oder CSI (Container Storage Interface) basierte Storage-Services nutzen. Die Dual-Protocol-Unterstützung ermöglicht die parallele Nutzung beider Ansätze während Migrationsphasen. Container-Orchestrierung: Kubernetes-Umgebungen mit persistenten Storage-Anforderungen können über die Ethernet-Ports des Adapters mit NVMe-oF oder iSCSI-basierten Container Storage Interfaces angebunden werden. Dies ermöglicht Cloud-native Anwendungen mit Enterprise-Storage-SLAs. Backup und Disaster Recovery: Replications-Software wie Veeam, Commvault oder IBM Spectrum Protect kann sowohl FC- als auch Ethernet-basierte Backup-Targets nutzen. Die hohe Bandbreite reduziert Backup-Fenster und ermöglicht granularere Recovery-Point-Objectives. High-Performance Computing (HPC): Parallele Dateisysteme wie IBM Spectrum Scale (GPFS), Lustre oder BeeGFS können über die hochperformanten Verbindungen des DE4000 HIC angebunden werden, um den Storage-I/O-Anforderungen von wissenschaftlichen oder technischen Berechnungen gerecht zu werden. Netzwerk-Topologie und Redundanz-Konzepte Mit vier verfügbaren Ports ermöglicht der DE4000 HIC verschiedene Redundanz- und Load-Balancing-Strategien. Typische Implementierungen nutzen zwei Ports pro Storage-Controller in einem aktiv-passiv oder aktiv-aktiv Setup. Bei Dual-Controller-Konfigurationen können alle vier Ports für maximale Bandwidth-Aggregation genutzt werden, wobei Multipathing-Software wie Device Mapper Multipath (DM-MP) unter Linux oder Microsoft MPIO die Last- und Ausfallsteuerung übernimmt. Für geografisch verteilte Umgebungen können die Ports auf verschiedene Standorte verteilt werden, um Metro-Storage-Cluster oder Disaster-Recovery-Sites anzubinden. Synchrone und asynchrone Replikation kann über dieselbe Hardware abgewickelt werden, wobei die Protokollwahl je nach Latenz- und Bandbreitenanforderungen der WAN-Verbindungen erfolgt. In komplexen Fabric-Topologien ermöglicht die Fibre Channel-Zonierung granulare Sicherheits- und Isolationsrichtlinien. Verschiedene Server-Gruppen oder Anwendungen können über dieselbe physische Infrastruktur isoliert betrieben werden, ohne Sicherheits- oder Performance-Kompromisse eingehen zu müssen. Dies ist besonders in Multi-Tenant-Umgebungen oder bei strikten Compliance-Anforderungen relevant. Management und Monitoring-Integration Der DE4000 HIC integriert sich in die Standard-Management-Frameworks der ThinkSystem-Produktlinie. Lenovo XClarity Administrator bietet zentrale Überwachung und Konfiguration der Storage-Konnektivität, einschließlich Health-Monitoring der SFP+-Module und Performance-Metriken der einzelnen Ports. Diese Integration reduziert die Komplexität des Storage-Managements und ermöglicht proaktive Wartung. SNMP-basierte Monitoring-Systeme wie IBM Spectrum Control, VMware vRealize Operations oder Open-Source-Lösungen wie Zabbix können detaillierte Metriken über Durchsatz, Latenz und Fehlerraten der einzelnen Ports abrufen. Dies ermöglicht Trend-Analysen und Kapazitätsplanung für die Storage-Infrastruktur. Die Integration mit Enterprise-Management-Plattformen wie Microsoft System Center oder Red Hat Satellite ermöglicht die Einbindung der Storage-Konnektivität in übergeordnete IT-Service-Management-Prozesse. Änderungen an der Storage-Konfiguration können über standardisierte Change-Management-Workflows abgewickelt und dokumentiert werden. Performance-Optimierung und Tuning Die optimale Performance des DE4000 HIC hängt von verschiedenen Faktoren ab, die bei der Implementierung berücksichtigt werden müssen. Queue-Depth-Einstellungen sowohl auf Host- als auch auf Storage-Seite beeinflussen die Parallelität von I/O-Operationen erheblich. Moderne NVMe-SSDs können deutlich höhere Queue-Depths verarbeiten als traditionelle SAS-Laufwerke, wodurch die FC- und Ethernet-Verbindungen unterschiedlich ausgelastet werden. Für Fibre Channel-Verbindungen ist die Konfiguration von Buffer-Credits zwischen Switches und Host-Adaptern kritisch für die Performance über größere Distanzen. Der DE4000 HIC unterstützt moderne Credit-Management-Mechanismen, die sich automatisch an die Fabric-Charakteristika anpassen. Bei Ethernet-basierten Protokollen sind Jumbo-Frames (9000 Bytes MTU) essentiell für die optimale Nutzung der verfügbaren Bandbreite, insbesondere bei sequenziellen Workloads. Load-Balancing-Algorithmen in Multipathing-Software können je nach Workload-Charakteristika optimiert werden. Round-Robin-Verteilung eignet sich für gleichmäßige sequenzielle I/O-Patterns, während Least-Queue-Depth-Algorithmen bei gemischten Random- und Sequential-Workloads bessere Ergebnisse erzielen können. Die vier Ports des DE4000 HIC ermöglichen eine granulare Verteilung verschiedener Datentypen oder Anwendungen auf separate Pfade. Häufige Fragen zum ThinkSystem DE4000 HIC Können Fibre Channel und Ethernet gleichzeitig auf demselben Adapter genutzt werden? Ja, der DE4000 HIC unterstützt beide Protokolle parallel. Sie können beispielsweise zwei Ports für 16Gb Fibre Channel und zwei Ports für 10Gb Ethernet konfigurieren, je nach den spezifischen Anforderungen Ihrer Storage-Architektur. Die Protokollwahl erfolgt über die installierten SFP+-Transceiver. Welche SFP+-Transceiver sind mit dem Adapter kompatibel? Laut Hersteller unterstützt der Adapter Standard-konforme SFP+-Transceiver für beide Protokolle. Für Fibre Channel sind sowohl Shortwave- als auch Longwave-Varianten nutzbar, für Ethernet entsprechende 10GBASE-SR/LR Module. Lenovo empfiehlt die Nutzung zertifizierter Transceiver für optimale Kompatibilität und Support. Ist der Austausch von SFP+-Modulen im laufenden Betrieb möglich? Ja, die SFP+-Ports unterstützen Hot-Plug-Funktionalität. Transceiver können im laufenden Betrieb gewechselt werden, ohne das Storage-System herunterzufahren. Dies ermöglicht Wartungsarbeiten und Protokoll-Änderungen ohne Service-Unterbrechung, vorausgesetzt es sind redundante Pfade konfiguriert. Welche Multipathing-Software wird für optimale Performance empfohlen? Für Linux-basierte Systeme unterstützt der Adapter Device Mapper Multipath (DM-MP), unter Windows Microsoft MPIO. VMware vSphere nutzt die native PSA (Pluggable Storage Architecture). Die Wahl der Multipathing-Software hängt vom eingesetzten Betriebssystem und den spezifischen Storage-Protokollen ab. Welche maximalen Distanzen werden über die verschiedenen SFP+-Varianten unterstützt? Die unterstützten Distanzen hängen von den verwendeten SFP+-Transceivern ab. Shortwave-Module (850nm) erreichen typischerweise 150-300m über Multimode-Glasfaser, Longwave-Module (1310nm) bis zu 10km über Singlemode-Glasfaser. Für exakte Spezifikationen sollten die Datenblätter der jeweiligen Transceiver-Hersteller konsultiert werden. Ist eine Nutzung in anderen Storage-Systemen außerhalb der DE4000H Serie möglich? Nein, der DE4000 HIC ist spezifisch für die ThinkSystem DE4000H Hybrid Storage-Controller entwickelt und ausschließlich mit den 2U12 LFF, 2U24 SFF und 4U60 LFF Controller-Gehäusen kompatibel. Eine Nutzung in anderen Lenovo Storage-Systemen oder Fremd-Hardware ist nicht vorgesehen und wird nicht unterstützt.

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