Der Ubiquiti UniFi ECS-Aggregation Switch richtet sich an Rechenzentren und Campus-Netzwerke, die maximale Performance bei zentralen Aggregation-Points benötigen. Als Layer-3-fähiger Netzwerk-Switch mit 48 SFP28-Ports für 25-Gigabit-Ethernet und sechs QSFP28-Ports für 100-Gigabit-Ethernet bildet er das Rückgrat moderner Hochgeschwindigkeitsnetzwerke. Mit seiner Switching-Kapazität von 3,6 Tbit/s und dem nicht-blockierenden Design adressiert dieser managed Switch die steigenden Bandbreitenanforderungen virtualisierter Umgebungen und Cloud-Infrastrukturen. Switching-Performance und Durchsatz Das Herzstück des UniFi ECS-Aggregation bildet die beeindruckende Switching-Architektur mit einer theoretischen Kapazität von 3,6 Tbit/s. Der nicht-blockierende zuschaltbare Durchsatz von 1,8 Tbit/s bedeutet in der Praxis, dass alle 48 SFP28-Ports gleichzeitig mit voller 25-Gigabit-Geschwindigkeit betrieben werden können, ohne dass es zu Engpässen kommt. Die Weiterleitungsrate von 2,4 Bpps (Billion packets per second) stellt sicher, dass auch bei hoher Paketdichte die Latenz minimal bleibt. Für Rechenzentren, die Server-Virtualisierung mit VMware vSphere oder Microsoft Hyper-V betreiben, ist diese Performance-Konstellation entscheidend. Hypervisor erzeugen oft viele kleine Pakete beim Inter-VM-Traffic, was eine hohe Paket-per-Sekunde-Rate erfordert. Mit dem 24 MB großen Paket-Puffer kann der Switch auch bei Traffic-Bursts eine gleichmäßige Performance aufrechterhalten, ohne Pakete zu verwerfen. Die sechs 100-Gigabit QSFP28-Uplink-Ports ermöglichen es, mehrere ECS-Aggregation-Switches in einem Spine-Leaf-Design zu vernetzen oder Verbindungen zu Core-Switches herzustellen. Das 1+1 redundante Netzteil-Design sorgt dafür, dass ein Netzteil-Ausfall nicht zum Netzwerk-Ausfall führt – kritisch für Mission-Critical-Umgebungen. Port-Konfiguration und Konnektivität Die 48 SFP28-Ports unterstützen sowohl 25-Gigabit- als auch 10-Gigabit-Module, was eine flexible Migration bestehender 10GbE-Infrastrukturen ermöglicht. SFP28 ist abwärtskompatibel zu SFP+, so dass vorhandene 10-Gigabit-Module weiterverwendet werden können. Für neue Installationen bieten 25-Gigabit-Verbindungen den 2,5-fachen Durchsatz bei nur geringfügig höheren Kosten gegenüber 10GbE. Die QSFP28-Ports können mit 100-Gigabit-Modulen für maximale Uplink-Kapazität bestückt werden oder über Break-out-Kabel in vier 25-Gigabit-Verbindungen aufgeteilt werden. Diese Flexibilität ist besonders wertvoll beim schrittweisen Ausbau von Netzwerk-Segmenten. Das Etherlighting-Feature ermöglicht es Administratoren, Ports physisch zu identifizieren, indem sie über die Verwaltungsoberfläche zum Leuchten gebracht werden – ein praktisches Feature bei der Fehlersuche in dicht bestückten Racks. Der integrierte 1,3-Zoll-LCM-Touchscreen zeigt wichtige Betriebs-Parameter direkt am Gerät an, ohne dass ein Laptop für grundlegende Statusprüfungen benötigt wird. Die fünf Hot-Swap-Lüfter sorgen für ausreichende Kühlung auch bei maximaler Port-Auslastung und können bei Bedarf ohne Unterbrechung des Betriebs getauscht werden. Layer-3-Routing und VLAN-Management Als Layer-3-Switch bietet der ECS-Aggregation erweiterte Routing-Funktionen über das reine Switching hinaus. Mit Unterstützung für bis zu 512.000 IPv4-Routen können auch größte Netzwerk-Topologien abgebildet werden. Das Inter-VLAN-Routing eliminiert die Notwendigkeit für separate Router bei der Kommunikation zwischen Netzwerk-Segmenten. Die Unterstützung von bis zu 1.000 virtuellen Schnittstellen (VLANs) ermöglicht eine granulare Netzwerk-Segmentierung. In Kombination mit den erweiterten IGMP-Konfigurationsmöglichkeiten können Multicast-Streams effizient verwaltet werden – wichtig für Videokonferenz-Systeme oder IP-basierte Überwachungskameras, die häufig Multicast-Traffic erzeugen. Die MAC-Adresstabelle mit 256.000 Einträgen und 512.000 ARP-Einträgen bietet auch für sehr große Netzwerke mit vielen Endgeräten ausreichend Kapazität. DHCP-Relay-Funktionen ermöglichen es, DHCP-Server zentral zu betreiben, auch wenn sich Clients in verschiedenen VLANs befinden. Erweiterte Sicherheitsfeatures Der Switch implementiert umfassende Access Control Lists (ACLs) sowohl auf MAC- als auch IP-Basis. Damit können granulare Sicherheitsrichtlinien definiert werden, die festlegen, welche Geräte miteinander kommunizieren dürfen. Die MAC-basierte Portbeschränkung verhindert, dass unberechtigte Geräte einfach durch das Anstecken an einen freien Port Netzwerkzugang erhalten. DHCP-Snooping und DHCP-Wächter schützen vor Rogue-DHCP-Servern, die versuchen könnten, falsche Netzwerkkonfigurationen zu verteilen. Port-Isolation ermöglicht es, Ports voneinander zu trennen, auch wenn sie sich im gleichen VLAN befinden – nützlich für Gast-Netzwerke oder IoT-Geräte. Die Loop-Sicherung erkennt automatisch Switching-Loops, die das gesamte Netzwerk lahmlegen könnten, und deaktiviert betroffene Ports präventiv. In Kombination mit STP und RSTP sorgt dies für eine stabile Netzwerk-Topologie auch bei redundanten Verbindungen. Das ESD-Schutz-Design mit 12KV Luftspaltentladung und 8KV Kontaktentladung schützt vor elektrostatischen Entladungen, die besonders in trockenen Rechenzentrum-Umgebungen auftreten können. Der Sicherheitsverschluss verhindert unbefugten physischen Zugriff auf die Konfiguration. High-Availability und Redundanz Das redundante Netzteil-Design im 1+1-Schema bedeutet, dass bei Ausfall einer Stromversorgung die zweite automatisch die volle Last übernimmt. Beide Netzteile sind Hot-Plug-fähig, können also im laufenden Betrieb getauscht werden. Mit der Unterstützung von AC 100-240V bei 50/60 Hz ist der Switch für den weltweiten Einsatz geeignet. MC-LAG (Multi-Chassis Link Aggregation) ermöglicht es, Link-Aggregation über mehrere physische Switches hinweg zu realisieren. Dies erhöht nicht nur die verfügbare Bandbreite, sondern sorgt auch für Ausfallsicherheit: Fällt ein Switch aus, übernimmt der andere die Last der aggregierten Verbindung. Die fünf Hot-Swap-Lüfter sind redundant ausgelegt und überwachen sich gegenseitig. Fällt ein Lüfter aus, erhöhen die anderen ihre Drehzahl, um die Kühlung aufrechtzuerhalten, während der defekte Lüfter getauscht wird. Der Betriebstemperaturbereich von -5°C bis 40°C ermöglicht auch den Einsatz in weniger klimatisierten Umgebungen. UniFi-Ecosystem und Management Als Teil des UniFi-Ecosystems integriert sich der ECS-Aggregation nahtlos in bestehende Ubiquiti-Installationen. Die zentrale Verwaltung über den UniFi Network Controller ermöglicht es, hunderte von Switches, Access Points und anderen Netzwerk-Komponenten von einer Oberfläche aus zu konfigurieren und zu überwachen. LLDP-MED (Link Layer Discovery Protocol for Media Endpoint Devices) ermöglicht die automatische Erkennung und Konfiguration von VoIP-Telefonen und anderen Endgeräten. Voice VLANs können automatisch zugewiesen werden, was die Installation von IP-Telefonsystemen erheblich vereinfacht. Port-Spiegelung (Port Mirroring) ermöglicht es, den Traffic bestimmter Ports für Analyse-Tools oder Sicherheits-Monitoring zu kopieren. Dies ist wichtig für Compliance-Anforderungen oder bei der Fehlersuche in komplexen Netzwerk-Problemen. Mechanische Eigenschaften und Rack-Integration Mit Abmessungen von 44,24 cm Breite, 49,6 cm Tiefe und 4,37 cm Höhe entspricht der Switch dem Standard-19-Zoll-Rack-Format in 1HE. Das mitgelieferte Rack-Montage-Kit ermöglicht die sofortige Installation in Standard-Racks. Das Gewicht von 9,9 kg liegt im Bereich vergleichbarer Enterprise-Switches und erfordert keine besonderen Rack-Verstärkungen. Das Gehäuse aus SGCC-Stahl bietet robuste Eigenschaften für den Dauerbetrieb in Rechenzentren. Die Luftfeuchtigkeit von 10-95% (nicht kondensierend) deckt auch anspruchsvolle Umgebungsbedingungen ab. Die Zertifizierungen nach ESD-, FCC- und IC-Standards bestätigen die EMV-Verträglichkeit und Betriebssicherheit. Ideal für diese Einsatzbereiche Campus-Netzwerk-Aggregation: Mit 48 x 25GbE-Ports können Building-Switches mit hoher Bandbreite angebunden werden, während die 100GbE-Uplinks die Verbindung zum Core-Network bereitstellen. Rechenzentrum Spine-Leaf-Architektur: Als Leaf-Switch in modernen Datacenter-Designs, wo die 25GbE-Ports Server anschließen und die 100GbE-Ports für Spine-Verbindungen genutzt werden. Virtualisierung-Backbone: Die hohe Packet-per-Second-Rate von 2,4 Bpps ist optimal für hypervisor-generierten Traffic mit vielen kleinen Paketen zwischen virtuellen Maschinen. Storage-Network-Konsolidierung: Jumbo-Frame-Support bis 9.000 Bytes optimiert den Durchsatz für iSCSI- oder NFS-Storage-Traffic, während separate Storage-Netzwerke konsolidiert werden können. High-Performance-Computing-Cluster: Die geringe Latenz und hohe Bandbreite unterstützt rechenintensive Anwendungen, die auf schnelle Inter-Node-Kommunikation angewiesen sind. Häufige Fragen Welche SFP-Module sind mit den SFP28-Ports kompatibel? Die SFP28-Ports sind abwärtskompatibel zu SFP+ und unterstützen sowohl 25-Gigabit- als auch 10-Gigabit-Module. Laut Hersteller können Standard-SFP+-Module für 10GbE weiterverwendet werden, während für die volle 25GbE-Geschwindigkeit entsprechende SFP28-Module benötigt werden. Wie viele Geräte kann der Switch maximal verwalten? Die MAC-Adresstabelle fasst 256.000 Einträge, was der theoretischen Maximalanzahl direkt angeschlossener Geräte entspricht. In der Praxis wird diese Zahl durch die 54 verfügbaren physischen Ports begrenzt, es sei denn, weitere Switches werden nachgelagert angeschlossen. Ist eine redundante Stromversorgung verfügbar? Ja, der Switch verfügt über ein redundantes 1+1-Netzteil-Design. Beide Netzteile sind Hot-Plug-fähig und unterstützen AC 100-240V bei 50/60 Hz. Bei Ausfall einer Stromversorgung übernimmt die andere automatisch die volle Last. Welche Routing-Protokolle werden unterstützt? Der Switch unterstützt statisches Routing mit bis zu 512.000 IPv4-Routen sowie STP und RSTP für Loop-Prevention. Für dynamische Routing-Protokolle wie OSPF oder BGP liegen uns keine Herstellerangaben vor. Können die QSFP28-Ports aufgeteilt werden? Die technischen Daten listen 6 x 100Gbit QSFP28-Ports auf. QSFP28-Ports können typischerweise über entsprechende Break-out-Kabel in vier 25-Gigabit-Verbindungen aufgeteilt werden, jedoch liegen uns keine spezifischen Herstellerangaben zu dieser Funktionalität vor. Wie erfolgt die Verwaltung des Switches? Der Switch wird über das UniFi-Ecosystem verwaltet und verfügt über einen integrierten 1,3-Zoll-LCM-Touchscreen für lokale Statusanzeigen. Eine dedizierte Management-Schnittstelle ist vorhanden, die Details zur Implementierung sind in der technischen Dokumentation des Herstellers zu finden. { "@context": "https://schema.org", "@type": "FAQPage", "mainEntity": [ { "@type": "Question", "name": "Welche SFP-Module sind mit den SFP28-Ports kompatibel?", "acceptedAnswer": { "@type": "Answer", "text": "Die SFP28-Ports sind abwärtskompatibel zu SFP+ und unterstützen sowohl 25-Gigabit- als auch 10-Gigabit-Module. 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